Gestern Abend diskutierte Oberbürgermeister Fritz Kuhn mit hundert Jugendlichen im Rathaus zu Themen, die sich aus einer großen Online-Jugendbefragung ergaben. Die Jugendlichen beschäftigen sich mit Mobilität, Schule und Ausbildung, Freizeit und Jugendkultur sowie Jugendbeteiligung. Der Stadtjugendring Stuttgart, Jugendrat und die Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft war bei der Erhebung und Ausführung der Veranstaltung beteiligt.

Die Jugendlichen vermischten sich in die oben genannten Gruppen und diskutierten nun welche Änderungen man nun vornehmen könne.

Zum Thema, Freizeit und Jugendkultur wurden die Brandschutzmaßnahmen in Clubs angesprochen.

In Schule und Ausbildung haben die Jugendlichen sich über kleine Hörsäle und mit der enormen Anzahl an Schülern in Klassenräumen, zum Teil 30 Schüler in einer Klasse beschwert. Auch mittlerweile 16 Jährige dürfen wählen, dass wissen nicht viele. „Es sollen mehr Informationen an Schulen ausgelegt werden, die Lehrer sollten die politisch aktiven Schüler für einen Termin im Jugendrat freistellen.“ so ein Jugendlicher, der in der Gruppe Jugendbeteiliung mitgewirkt hatte. Oberbürgermeister Fritz Kuhn appelliert, dass die Jugendlichen, die Stuttgart ändern wollen, sich in den Jugendgemeinderat wählen lassen sollen.

Die Homepage der Stadt Stuttgart ist nicht jugendfreundlich, die Frage war nun, wie könne die Stadt online, Engagierte informieren?
Die Stadt bräuchte ein neues Portal, das Jugendliche für Jugendliche mit den neuesten Themen informiert.

In der Gruppe Mobilität wurde heftig über die erhöhten Preise der SSB diskutiert, so wurden auch Verbesserungsvorschläge für die SSB getroffen. Die Jugendlichen fordern eine vereinfachte Preispolitik und andere Regelungen für Senioren, Studenten und Minderjährige.

Einem jungen Mann lagen die Fahrradwege sehr am Herzen, er forderte deutlich mehr Radwege die nicht abrupt enden, sondern weiter führen. Kuhn, dem die Natur auch sehr wichtig ist, führte fort „ In Deutschland liegt der Fahrradfahreranteil im Durchschnitt bei 12 %, wenn es gut läuft 20 %, in Stuttgart jedoch nur bei 5 %“.

Ein Junger Herr, der ursprünglich aus Koblenz kommt, ist es sehr wichtig, dass Stuttgart öfter lächeln würde. Da in Koblenz eine Initiative „lächelnd durch die Stadt“ gestartet wurde. „Das vermiss ich sehr“, meinte er.

Fazit des Abends war nun, dass OB Kuhn das Thema „VVS Abo“ auf seine Agenda nehmen wird, sich für Jugendliche gezielter einsetzt in dem er nächstes Jahr wieder bei einer Jugenddiskussion teilnehmen wird.

Die Stadt Stuttgart wird die Ergebnisse einer Jugendbeteiligung zur Nutzung des öffentlichen Raumes prüfen. 2014 wird wieder ein Jugendhearing stattfinden.

 

Na dann, wir freuen uns.