von Melanie Lanaridis

Über 3 Tage lang, waren am 21.06 – 23-06.2013 dieses Jahr ca. 60.000 Besucher bei Tuttlingen in Neuhausen ob Eck und konnten Rock, Elektro und Alternative Musik genießen.
Highlight war Rammsteins Bühnenpräsenz am Samstagabend. Was er ab 23 Uhr bot, war mehr als nur Musik. Er präsentierte sich als ein wahrer Künstler und brachte seine Schauspielereien sehr authentisch dem Publikum dar. Faszinierte Blicke schoben sich durch die Mengen und die Anteilnahme vieler Fans war einfach überragend.
Unter anderem stellten sich am Freitag Gruppen vor die ganz “Okay” waren. Laut einer allgemeinen Meinungsumfrage bei meinen Freunden bot das Freitags Programm, erstmal anzukommen und sich auf ein rauschendes Festivalprogramm vorzubereiten. Es herrschte große Kontaktfreude zwischen allen Besuchern, heimisches entspanntes Einrichten des eigenen Zeltplatzes und die ersten Trinkspiele wurden begonnen.  Es spielten Jimmy Eat World, NOFX, The Gaslight Anthem, Passenger The Smashing, Queens Of The Stoneage, sowie als großes Highlight am Ende Paul Kalkbrenner. Da wäre ich sicherlich gerne dabei gewesen! Allerdings kamen meine Freundin und ich erst am Samstagmittag an.

 
Samstag ging es dann mit Tegan und Sara los, die mir noch unbekannte Gruppe hat es geschafft mich zu begeistern! Text, Performances und Hingabe, was will man mehr, weiter ging’s gut gelaunt am frühen Abend mit den Hives los, der Sänger Howlin’ Pelle Almqvist erschien einigen allzu selbstverliebt und etwas arrogant…viele Zogen es vor doch nicht alles Anzuhören was er zwischen den Stücken quasselte. Trotz allem gefiel vielen die Musik, auf die es ja letztendlich ankommt. Dafür erwies sich Billy Talent als brillantes Talent, die Massen anzufachen und sich den hinreißenden Liedern  „Surrender“, „Rusted from the Rain“ und schließlich auch noch „Fallen Leaves“ hinzugeben. Der Abend hätte nicht besser verlaufen können. Und zu meinem Erfreuen hab ich mir auch noch Prinz Pi ansehen können, allerdings war es im Zelt nach kurzer Zeit einfach viel zu warm und so sah ich mir die Bühne lieber an den Leinwänden draußen an…

Abends hieß dann das Motto: Feuer frei! Es tummelten sich die meisten Besucher zu Rammsteins Live Show. Mit Feuerwerken wie an Silvester und vielen Feuerwerfer, Feuerregen und Feuerspucker, heizte Rammstein das „in flammend stehende“ Publikum mächtig ein! Unteranderem wurde „Ich tu’ dir weh“, „Du hasst mich“, „Benzin“,  „Ich hab’ keine Lust“, „Links 2,3,4“, „Sonne“, „Ohne dich“, und „Mein Herz brennt“  gespielt. Viele Besucher kamen nur um Rammstein zu sehen und erfreuten sich in tiefer Stille über das was sie im Moment erlebten. Es hob sich einfach von allem anderen ab und war erste Sahne.
Wo das Wetter den Freitag noch mit viel Sonne anlachte wurde es von Samstag zum Sonntag etwas kühler und sehr windig. Viele kauften sich lustige Hüte oder Tierwollmützen, die einfach ein „Muss“ waren. Egal ob Kuh, Hund, Katze, Maus oder Frosch, zusammen mit den aberwitzigsten Sonnenbrillen war man gut ausgerüstet für den letzten Tag, um die Konzerte zu genießen.
Gruppen wie Of Monsters And Men, Kasabian, Materia, Arctic Monkeys  und Deichkind liesen die mittlerweile etwas müden Glieder der Festivalgänger trotzdem fit erscheinen. Viele haben sich auch einfach an die Bühne hingesetzt um den Klängen zu lauschen, um ganz bei Ihrer persönlichen Lieblingsband, dabei zu sein.

Alles in allem war ich sehr angetan und das nicht nur wegen den vielen Menschenmassen, dem vielen Müll oder gar den überfluteten Dixi Klos und Klohütten…Nein! Es waren durchgeknallte liebenswerte Menschen unterwegs, die alle eins wollten: Gute Laune, Rock an Roll und Bier.  Wenn einem Langweilig war, konnte man im vorbei laufen einfach die Hand heben und „High five“ rufen, schon fand man Verbündete die einschlugen. Die Langeweile verschwand auch einfach, indem man sich die aberwitzigen Kostüme ansah, die einige in Kühe, Affen, Schweine oder Krokodile verwandelten.
Wir fuhren beflügelt, müde und etwas angeschlagen nach Hause,- dafür aber hochmotiviert, um beim nächsten Mal auf jeden Fall wieder dabei zu sein. Vogelfrei!


Impressionen des 14.Southside Festivals