Während viele heute morgen schon die ersten: “Endlich Freitag” Bildchen auf Facebook posteten und den Freitag Abend in ihren Köpfen visualisierten, war die Oystr Redaktion im Rathaus Stuttgart zu Besuch bei der dritten Lesung des Doppelhaushaltes 2014/2015.

Die ersten beiden Lesungen des Doppelhaushaltes fanden vorab statt und waren im Gegensatz zur dritten nicht öffentlich. Das Gesamtvolumen des Haushalts beträgt rund sechs Milliarden Euro.

Um 8:30 begannen die jeweils zehnminütigen Reden von den jeweiligen Bürgermeistern und Fraktionsvorsitzenden. Oberbürgermeister Fritz Kuhn leitete die Lesung, wie ich auch schon die davor.

Die Fraktionen äußerten in diesen zehn Minuten ihr größtes Anliegen und kritisierten, wie auch nicht anders zu erwarten, die anderen Fraktionen. Den Freien Wählern wurde vorgeworfen, dass sie das Ganze nicht ernst nehmen und begründeten dies mit dem Fraktionsvorsitzwechsel und den vielen angeblich sinnlosen Anträgen.

Die CDU warf bezüglich des Artenschutzgesetzes in den Raum, dass der Mensch immer noch wichtiger sei als Schnecken oder Vergleichbares. Überraschenderweise war die Interesse an KiTa plätzen der CDU sehr hoch und der Fraktionsvorsitzende ging immer wieder darauf ein.

OB Kuhn sagte zu Beginn der Lesung, dass er sich bei den Anträgen weniger Ausschweifung und Überziehung der Zeit erwartet als bei den Reden.

Wie jedoch schon zu erwarten war zog sich das ganze doch länger und man war um 11 Uhr gerade bei Punkt 38 von etwa 400.

Nach langen Diskussionen über die vergegessen geglaubte S21 Debatte und viele anderen Anträgen seitens der SÖS und den Linken wurde der Fraktionsvorsitzende Rockenbauch verbal angegriffen, er solle seine sinnlosen Anträgen, die zum größten Teil vom Gemeinderat abgelehnt wurden, für sich behalten zwecks des ökonomischen Zeitmanagements. Vorallem im Publikum führte dies zu Unverständnis.

Soeben wurde der Antrag zur Unterstützung gegen Rechts mit einer halben Stelle im Stadtjugendring Stuttgart mit 32:29 angenommen.

Ob die Lesung heute noch abgeschlossen werden kann ist fraglich. Die Oystr Redaktion ist auf jeden Fall schon gespannt, wie die weiteren Beschlüsse aussehen werden, die die Jugend Stuttgarts, die Vereine und auch den Stadtjugendring Stuttgart betreffen.