Für viele Bierfreunde ist der 23. April ein Grund zum Feiern. Denn an diesem Tag wurde vor fast 500 Jahren das deutsche Reinheitsgebot proklamiert. Seit 1994 wird daher am 23. April der Tag des Deutschen Bieres gefeiert. Unter anderem mit Bierpartys, Maibock-Anstichen, Brauereibesichtigungen und Straßenfesten.

 

Quelle: Yeliz Cagla/Heineken Experience Amsterdam

Quelle: Yeliz Cagla/Heineken Experience Amsterdam

Bevor Hopfen zur Konservierung und Aromatisierung verwendet wurde, kamen verschiedenste Kräuter und Gewürze zum Einsatz: Wacholder, Wermut, Kümmel, Lorbeer, Rosmarin oder Anis – aber auch heute seltsam anmutende Zusätze wie Ochsengalle, Ruß, Kreidemehl und vermutlich das schon bei den alten Germanen als Droge bekannte Bilsenkraut. Sogar von Stechapfel und Fliegenpilz wurde nicht zurückgeschreckt - diese kuriosen Zutaten sollten der geschmacklichen Verfeinerung dienen.

Die Geschichte des Bieres beginnt natürlich schon lange vor dem Reinheitsgebot. Bier gibt es vermutlich bereits seit der Mensch Getreide isst. Schon im dritten Jahrtausend vor Christus war Bier in Mesopotamien, dem Land zwischen Euphrat und Tigris, populär. Die Kunst des Brauens kam von den Kulturen des Vorderen Orients in den Mittelmeerraum und erreichte mit den Römern auch Germanien. Hier wurde sie im Mittelalter vor allem in den Klöstern weiterentwickelt.

Quelle: Yeliz Cagla/Heineken Experience Amsterdam

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Woher das Wort «Bier» aber kommt, wissen wissen selbst Sprachwissenschaftler nicht so genau. Es gibt mehrere Erklärungsversuche. Denkbar ist einerseits ein Zusammenhang mit dem germanischen Wort für Gerste oder Getreide. Eine andere Erklärung könnte die Geschichte des Gerstensafts liefern: Da Bier zuerst in Klöstern gebraut wurde, sei die Herleitung vom spätlateinischen «biber» (Trank) zum lateinischen «bibere» (trinken) möglich, glauben einige Forscher. Die Fachleute halten auch eine Verwandtschaft mit «brauen» für wahrscheinlich. Das italienische Wort «birra» geht auf das Deutsche zurück, das französische Wort «bière» ist dem Niederländischen entlehnt.

Quelle: Yeliz Cagla/Heineken Experience Amsterdam

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Bierbrauer-Bundesland Nummer 1 bleibt der Statistik zufolge Bayern mit 623 Brauereien. Es folgen mit deutlichem Abstand Baden-Württemberg (185) und Nordrhein-Westfalen (131). In diesen drei Bundesländern sind demnach knapp 70 Prozent der deutschen Braustätten ansässig.