LIGA TEREZIN

Am Montag, 26.01.2015, fand eine Veranstaltung zum Thema „Rassismus im Fußball vom Nationalsozialismus bis heute“ statt.
Als Unterstützer dieser Veranstaltung haben wir, der Stadtjugendring Stuttgart, zusammen mit dem Seminarkurs der Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule, uns mit diesem wichtigen Thema auseinandergesetzt.

Vorab gab es eine schöne Einleitung in den informationsreichen Vormittag mit der Vorstellung der Ehrengäste. Dabei waren, Oded Breda und Mike Schwartz (Produzenten des Dokumentarfilms „Liga Terezin“), Niko Kleinmann (Präsidiumsmitglied der SV Stuttgarter Kickers) und Eberhard Schulz (Sprecher der Initiative NieWieder- Erinnerungstag im Deutschen Fußball). Im Anschluss wurde der Film „Liga Terezin“ gezeigt.

„LIGA TEREZIN“

Entstanden ist dieser Film, durch die Neugier von Oded Breda, dieser fragte sich was mit seinem Onkel, der in Theresienstadt, zur Zeit des Nationalsozialismus hinter blieben ist passiert sei, während er mit seinem Vater nach Palästina flüchten konnte.
Er kündigte seinen Job und begann mit seiner Forschungsarbeit, erstaunlicher Weise hat er nicht nur Dinge über Theresienstadt und das Schicksal seiner Familie rausgefunden, sonder auch  etwas über Fußballspiele im KZ.
Er fand heraus, dass die Nationalsozialisten das KZ in Theresienstadt als „Vorzeigeghetto“ verkauft haben. Die Häftlinge mussten die Häuser renovieren, Blumen pflanzen und Wege errichten. Aber nicht nur das, es wurde damals auch ein Propagandafilm gedreht, in dem die „Liga Theresienstadt“ gezeigt wird. Häftlinge spielen Fußball und haben sogar eine eigene Liga. Die Mannschaften wurden nach ihren Berufen gebildet, Köche gegen Elektriker, Gärtner gegen Schneider etc.
Damit wollten die Nationalsozialisten zeigen, dass es den Menschen in den KZ’s doch nicht so schlecht geht. Nach all dieser Forschungsarbeit ist ein fünfzig Minuten langer Dokumentationsfilm entstanden.
In diesem Film schildert Oded Breda die Geschichte der „Liga Terezin“  in Theresienstadt und erläutert den Antisemitismus und Rassismus von heute.

 

Durch die Anwesenheit der beiden Produzenten, die für alle Fragen zur Verfügung standen, wurden alle aufkommenden Fragen beantwortet. Aus dieser Fragerunde konnte man gut raus hören, welche Meinung den beiden Produzenten wichtig ist …

 „Man kann eine Menge an Menschen nicht überzeugen, denn jeder Mensch ist ein Individuum. Man muss bei einer Person bzw. bei sich selbst beginnen, um dann eine Menge an Menschen überzeugen zu können.“

… beide Produzenten sind froh, dass sie diesen Film gedreht haben und sehen an Veranstaltungen wie diesen, jedes Mal aufs Neue, dass es die richtige Entscheidung war.

Für eine rundes Ende und die Möglichkeit noch persönliche Fragen zu stellen und Gespräche zu führen, sorgte ein anschließendes internationales Buffet und ein kleiner Umtrunk.
Zusammenfassend kann man sagen, dass es eine tolle, sehr aufschlussreiche und vor allem wichtige Veranstaltung war und wir freuen uns die Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule bei weiteren Projekten unterstützen zu dürfen.

Bilder