Am 26.10.2015 fand im Stuttgarter Rathaus die Mitgliederversammlung des Stadtjugendrings statt. Eingeladen waren die Verteter der Verbände und Mitarbeiter des SJRs, doch jeder andere, der an der Feierlichkeit teilnehmen wollte, war herzlich willkommen. Selbst frühere  Vorstände des SJR haben sich im Rathaus eingefunden. Anlässlich des 70-jährigen Jubiläums wurden fünf junge, besonders engagierte Mitarbeiter aus den Verbänden des Stadtjugendrings ausgezeichnet: Max Bezold (21) von AFS, Christian Storch (26) vom BDKJ, Robin Utz (23) vom DAV, Tobias Schenk (20) von der Ejus und Tobias Groner (25) von der Jugendfeuerwehr Stuttgart. Außerdem wurden drei “Urgesteine” des SJRs, Ulrike Würth, Gökay Sofuoglu und Michael Klamm für ihre langjährige Arbeit mit einer Ehrenmedaille gewürdigt, da sie den Verband maßgeblich mitgestaltet haben. Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat an der Veranstaltung persönlich teilgenommen, um in einer Rede und bei der Verleihung der Geschenke, für die in besonderem Maße Engagierten, seine Wertschätzung für die Verbandsarbeit des SJR auszudrücken. Im Anschluss hat man den Abend gemütlich am Panorama-Fenster des Rathauses ausklingen lassen.

Vorher gab es noch in der Geschäftsstelle des SJR eine Pressekonferenz zum 70-jährigen Jubiläum. Die Journalisten der Stuttgarter Zeitungen wurden durch den 1. Vorsitzendes des SJR, Jörg Titze, begrüßt und erhielten eine kleine Zusammenfassung der Geschichte des SJR, die wie man dem Jubiläum entnehmen kann, bereits nach dem 2.Weltkrieg began mit dem Ziel die Jugendlichen “umzuerziehen” und vom Nationalsozialismus abzukehren. Der Geschäftsführer Rainer Mayerhoffer ging anschließend auf die Werte des SJR ein, der manchmal auch für die Politiker unangenehme Themen ansprach. Die 1980 entworfenen antifaschistischen Stadtrundfahrten bzw. Stadtrundgänge waren ein Beispiel dafür, da die Politik damals noch ungern auf die nationalsozialistische Vergangenheit anzusprechen war.

Auch heute greift der Stadtjugendring schwierige Themen wie die Flüchtlingssituation in Deutschland auf. In Projekten wie “get2gether” führen Jugendliche Flüchtlingskinder an Vereine heran, aber begleiten sie auch zu Freizeitaktivitäten wie Schwimmbädern. Der SJR war und ist also immer am Kern der Zeit und sollte diese Haltung auch weiterhin beibehalten.

cannstatter Zeitung