Die Eritreische Jugend hatte sich 2010 das Ziel gesetzt, körperlich beeinträchtigte Menschen in ihrer Selbstbestimmung zu fördern und sie so weit wie möglich zu unterstützen.

Erstes großes Ziel war, die Mobilität zu fördern.
In diesem Vorhaben hat die Eritreische Jugend in den letzten Jahren Projekte sowohl im Raum Stuttgart als auch überregional erfolgreich durchgeführt. Eines dieser Projekte war das in den Jahren 2010/11 zusammen mit dem Stadtjugendring Stuttgart durchgeführte Projekt “Eritreische Jugend bringt Gehhilfen & Rollstühle nach Eritrea”. Im zeitraum von  2011 und 2012 haben beide das Projekt fortgeführt und Fahrräder gesammelt.

Mit unserer Partnerorganisation der “War Disabled Association”, war das Projekt vorab besprochen worden, so dass die gesammelten Fahrräder zentral zusammengetragen wurden und notwendige Reparaturen vor Ort selbstständig durchgeführt werden konnten. Viele Menschen in Eritrea sind durch den jahrelangen Bürgerkrieg körperlich beeinträchtigt und dadurch in ihrer Mobilität deutlich eingeschränkt. Da das öffentliche Verkehrsnetz in Eritrea nur gering ausgebaut ist, ist das Fahrrad für viele Menschen noch immer das Hauptverkehrsmittel, sodass wir vor Beginn des Projektes durch unsere Partnerorganisation den Bedarf an Fahrrädern abfragen ließen. Anschließend sammelten wir alte und nicht mehr genutzte Fahrräder und verschifften diese nach Eritrea. Das Ziel des Projektes war, den körperlich Beeinträchtigten ein Fahrrad zukommen zu lassen. Die Vergabe der Fahrräder erfolgt nach einer Prioritätenliste.

Die Fahrradteile die nicht mehr repariert werden können werden verkauft, mit dem Erlös werden weitere Projekte vor Ort finanziert.

So entstehen Projekte, die an die speziellen Bedürfnisse der einzelnen Personen angepasst sind.

Zu nennen sind mehrere Projekte:

  • Das Tierprojekt bei dem betroffene Familien, für die eigene Viehwirtschaft, weibliche Schafe und Ziegen überreicht werden oder zur Erleichterung der alltäglichen Aufgaben Esel zur Verfügung gestellt werden.
  • Das Bienenprojekt/Imkerprojekt, bei dem den Frauen von körperlich beeinträchtigten Menschen der Umgang mit den Bienen und die Gewinnung von Honig beigebracht werden und sie damit einen Teil zum Lebensunterhalt beitragen können.
  • Unterstützung bei Gründung von Kleingewerbe (Läden, Werkstätten o.ä.) oder in der Landwirtschaft.
  • Unterstützung bei der technischen Ausstattung, wie z.B. Nähmaschinen, Wasserpumpen und Installationsmaterialien (z.B. Wasserschläuche)

Die Eritreische Jugend wird diese erfolgreiche Zusammenarbeit und hilfe zur Selbsthilfe aufgrund der sehr positiven Resonanz in den unterstützten Gemeinden fortführen. Dabei dankt die Eritreische Jugend dem Stadtjugendring Stuttgart für die bisherige Unterstützung, der uns durch eine Spende eines ausgemusterten Busses für die War Disabled Association sehr unterstützt hat.