(Peter) – “Armut in der reichen Stadt? Soziale Teilhabe in Stuttgart” hieß die Veranstaltung am 23.1. in der Leonhardskirche aus der Reihe “Stadtleben”. Das Fritz-Erler-Forum Baden-Württemberg lud zusammen mit einem Einlader_innenkreis ein sich mit dem Thema Armut zu beschäftigen. “Die Schere zwischen Arm und Reich

geht immer weiter auseindander und gefährdet den sozialen Frienden”, so Bernhard Löffler (Regionsvorsitzender des DGB). In der fast bis zum letzten Platz besetzten Leonhardskirche, in der auch seit 1995, in diesem Jahr vom 13. Januar bis 2. März 2013, die Vesperkirche  stattfndet, beschrieb die Pfarrerin Karin Ott die Tallagenarmut Stuttgart. Der Reichtum steigt mit jedem Meter an den Hanglagen in Stuttgart. “Die Höhenlage ist ein Zeichen für Armut”, so Ott. Als ein Skandal bezeichnete Löffler, dass jedes 7. Kind in Stuttgart arm ist. Ariane Krentz vom Statistischen Landesamt hatte auch die Zahlen dafür im Koffer. Arm ist in Stuttgart, wer unter 60% des Durchschnittseinkommen verdient. 925 Euro sind dies für einen Einpersonenhaushalt. Zunehmend befristete Arbeitsverhältnise für junge Leute verhindern eine gesicherte Lebensplanung. So leben 22% der 18-25Jährigen in BW in Armut. Dass Hartz IV der Schröderregierung bundesweit gilt, in Stuttgart aber die Lebenshaltungskosten höher als im Bundesgebiet sind, trägt mit zum sozialen Problem bei. Wir lösen die Armutsproblematik nicht durch nette aber leider notwendige Wohlfahrtsangebote, sondern durch strukturelle Veränderungen, so könnte man den Abend zusammenfassen.
Die Politiker_innen, die  bei der kommenden Bundestagswahl im September antreten, werden daran gemessen, ob sie konkrete sturkturelle Maßnamen gegen die Armut umsetzen wollen.

In Stuttart wird am 13. April das Thema soziale Gerechtigkeit wieder aufgegriffen. Der Stadtjugendring Stuttgart im Bündnis “UmFAIRteilen”.